Merken An diesem Novemberabend stand ich in der Küche und wusste nicht, was ich kochen sollte. Dann fiel mein Blick auf den Bund Mangold, den ich fast vergessen hatte. Ich erinnerte mich an eine Suppe, die meine Nachbarin einmal erwähnt hatte, simpel und wärmend. Also begann ich einfach zu schneiden, und der Duft von Knoblauch füllte bald den Raum. Das Ergebnis war so tröstlich, dass ich die Suppe seitdem immer wieder koche.
Ich kochte diese Suppe zum ersten Mal für meine Schwester, die nach einem langen Arbeitstag völlig erschöpft war. Sie saß am Küchentisch, und ich stellte ihr eine dampfende Schüssel hin. Nach dem ersten Löffel lächelte sie und meinte, genau das habe sie gebraucht. Seitdem ist die Mangoldsuppe unser kleines Ritual geworden, wenn einer von uns Trost braucht.
Zutaten
- Mangold (400 g): Die Stiele brauchen etwas länger als die Blätter, deshalb schneide ich sie getrennt und gebe sie zeitversetzt in den Topf.
- Gelbe Zwiebel (1 mittelgroße): Sie gibt der Suppe eine sanfte Süße, die perfekt mit dem leicht erdigen Mangold harmoniert.
- Karotten (2 mittelgroße): Sie bringen natürliche Süße und Farbe, ich würfele sie klein, damit sie schnell weich werden.
- Staudensellerie (2 Stangen): Für die aromatische Basis, die jeder guten Suppe Tiefe verleiht.
- Knoblauch (3 Zehen): Frisch gehackt entfaltet er sein volles Aroma und macht die Küche zu einem Ort voller Vorfreude.
- Gemüsebrühe (1,2 Liter): Die Grundlage der Suppe, ich nehme immer eine hochwertige Brühe oder koche sie selbst.
- Olivenöl (2 EL): Zum Anschwitzen des Gemüses, es gibt allem einen seidigen Start.
- Meersalz (1 TL): Ich salze während des Kochens und schmecke am Ende nochmal ab.
- Schwarzer Pfeffer (1/2 TL): Frisch gemahlen bringt er eine wunderbare Würze.
- Chiliflocken (1/4 TL, optional): Für eine dezente Schärfe, die wärmt, ohne zu dominieren.
- Zitronensaft (1/2 Zitrone): Am Ende zugegeben hebt er alle Aromen und bringt Frische.
- Petersilie (2 EL, gehackt): Frisch und grün, sie rundet die Suppe perfekt ab.
- Parmesan (optional): Gerieben darüber gestreut macht er die Suppe noch cremiger und herzhafter.
Zubereitung
- Gemüse vorbereiten:
- Ich trenne die Mangoldstiele von den Blättern und hacke beides grob. Zwiebel, Karotten und Sellerie würfele ich fein, damit sie gleichmäßig garen.
- Basis anschwitzen:
- In einem großen Topf erhitze ich das Olivenöl bei mittlerer Hitze und gebe Zwiebel, Karotten und Sellerie hinein. Nach 5 bis 6 Minuten ist alles weich und duftet herrlich.
- Knoblauch und Stiele dazu:
- Ich rühre den Knoblauch und die Mangoldstiele unter und lasse alles 2 bis 3 Minuten anbraten. Der Duft ist unwiderstehlich.
- Blätter und Brühe hinzufügen:
- Nun kommen die Mangoldblätter, die Gemüsebrühe, Salz, Pfeffer und optional die Chiliflocken dazu. Ich bringe alles zum Kochen und reduziere dann die Hitze.
- Köcheln lassen:
- Die Suppe köchelt 15 bis 20 Minuten sanft vor sich hin, bis das Gemüse butterweich ist. Ich rühre ab und zu um und genieße den Duft.
- Abschmecken und servieren:
- Zum Schluss gebe ich Zitronensaft und Petersilie hinzu und schmecke nochmal ab. Ich fülle die Suppe in Schüsseln und streue nach Belieben Parmesan darüber.
Merken Eines Abends kam mein Nachbar vorbei, als ich gerade die Suppe kochte. Er probierte und fragte nach dem Rezept. Seitdem bringt er mir im Sommer frischen Mangold aus seinem Garten, und wir tauschen uns über unsere Kochexperimente aus.
Variationen und Ergänzungen
Manchmal gebe ich eine Dose weiße Bohnen hinzu, das macht die Suppe noch sättigender und fügt Proteine hinzu. Eine gewürfelte Kartoffel, mit den Karotten zusammen gekocht, verleiht der Suppe mehr Körper. Für eine vegane Version lasse ich den Parmesan einfach weg oder verwende eine pflanzliche Alternative.
Aufbewahrung und Resteverwertung
Die Suppe hält sich im Kühlschrank gut drei Tage und schmeckt am nächsten Tag sogar noch besser. Ich friere gerne Portionen ein, dann habe ich immer etwas Gesundes griffbereit. Beim Aufwärmen einfach sanft erhitzen und eventuell etwas Brühe oder Wasser nachgießen, falls sie zu dickflüssig geworden ist.
Serviervorschläge
Ich serviere die Suppe am liebsten mit knusprigem Baguette oder selbst gebackenem Sauerteigbrot. Ein Klecks Crème fraîche auf der Suppe gibt ihr eine schöne Cremigkeit. Manchmal röste ich ein paar Pinienkerne an und streue sie darüber, das gibt einen wunderbaren nussigen Crunch.
- Frisches Brot oder Croutons machen die Suppe zu einer vollständigen Mahlzeit.
- Ein grüner Salat mit Zitronendressing passt perfekt als Beilage.
- Für besondere Anlässe ein Glas kühlen Weißwein dazu reichen.
Merken Diese Suppe ist mehr als nur ein einfaches Gericht, sie ist ein warmes Gefühl an kalten Tagen. Ich hoffe, sie wird auch in deiner Küche zu einem Liebling.
Fragen und Antworten zum Rezept
- → Kann ich diese Suppe einfrieren?
Ja, diese Suppe lässt sich hervorragend einfrieren. Lassen Sie sie vollständig abkühlen und füllen Sie sie in luftdichte Behälter. Im Gefrierschrank hält sie sich bis zu 3 Monate. Tauen Sie sie über Nacht im Kühlschrank auf und erwärmen Sie sie sanft vor dem Servieren.
- → Wie kann ich die Suppe proteinreicher machen?
Fügen Sie eine Dose weiße Bohnen (400 g) hinzu, während die Suppe köchelt. Alternativ können Sie Hühner- oder Rinderbrühe anstelle von Gemüsebrühe verwenden. Ein Löffel griechischer Joghurt oder etwas geriebener Parmesan erhöhen ebenfalls den Proteingehalt.
- → Welche anderen Blattgemüse eignen sich als Alternative?
Spinat, Grünkohl oder Mangold sind hervorragende Alternativen. Bei Spinat reduzieren Sie die Garzeit auf 5-8 Minuten, da er schneller zart wird. Grünkohl benötigt etwas länger – etwa 25-30 Minuten Köchelzeit.
- → Ist diese Suppe für Meal Prep geeignet?
Absolut. Die Suppe schmeckt aufgewärmt oft noch besser, da sich die Aromen weiter entfalten können. Bereiten Sie am Wochenende eine größere Menge zu und portionieren Sie sie in luftdichte Behälter für 3-4 Tage im Kühlschrank.
- → Wie kann ich die Suppe vegan zubereiten?
Lassen Sie den Parmesan einfach weg oder verwenden Sie eine pflanzliche Alternative. Achten Sie darauf, dass Ihre Gemüsebrühe vegan ist. Ein Schuss Kokosmilch oder Hefeflocken können für zusätzliche Cremigkeit und Umami-Geschmack sorgen.